Archiv für März 2012

Wer wir sind

Wer wir sind:

Wir sind eine Gruppe Aktivist*innen mit den unterschiedlichsten Hintergründen, ein bunter Haufen vereint durch unseren Widerwillen Rüstungsproduktion vor unserer Haustür einfach so hinzunehmen. Wir haben uns Ende letzten Jahres zusammengefunden und tüfteln seitdem an Möglichkeiten, das hier fast schon alltäglich Gewordene bewusst und zum Gegenstand unseres Protests zu machen.

Das wir hier keine konkreten Namen nennen hängt nicht damit zusammen, dass wir kein Gesicht zeigen wollen. Wir erachten es eher als unwichtig, an dieser Stelle Personen in den Vordergrund zu stellen. Die Aktionswoche & die Vorbereitungen hierfür werden getragen durch all die Menschen, die sich daran beteiligen.

In diesem Sinne

Eure Panzerknacker*innen

Kassel entrüsten- Krieg beginnt vor unserer Haustür

Im bevorstehenden Sommer erwacht Kassel wieder einmal aus dem Dornröschenschlaf und präsentiert sich im Rahmen der documenta 13 als weltoffene, internationale Kulturmetropole. Unter dem Motto „Zusammenbruch und Wiederaufbau“ wollen documenta-Künstler_innen Verknüpfungen herstellen zur unmittelbaren Nachkriegsgeschichte sowie zu aktuellen Beispielen kriegerischer Zerstörung weltweit.
Jenseits der etablierten Kunstszene bietet die documenta stets auch Raum für linke Subkultur und politische Intervention. Wir möchten uns genau diesen Raum wieder aneignen und Kassel während der documenta mit einer Aktionswoche auch aus dem (rüstungs-)politischen Dornröschenschlaf wecken: vom 17. bis 24. Juni 2012 wollen wir kreativ das Krieg(s)treiben vor Ort sichtbar machen. Dafür gibt es viele thematische Anknüpfungspunkte: von der Auseinandersetzung mit dem Thema Kassler Rüstungsindustrie und Zwangsarbeit im Nationalsozialismus über die aktuelle Rüstungsproduktion in Kassel für den weltweiten Einsatz hin zu Krieg als Fluchtursache: Krieg beginnt hier!
Bei einer ersten Kreativwerkstatt zeigte sich, dass viele unterschiedliche Menschen Lust haben, sich an der Aktionswoche aktiv zu beteiligen. Nicht nur die inhaltlichen Bezugspunkte sind vielfältig sondern auch die Ideen zur kreativen Umsetzung: alternative Stadtrundgänge, Streetart, kreative Öffentlichkeitsaktionen und Performances sind geplant. Ebenso wird eine Infrastruktur bereitgestellt für alle jene, die sich ebenfalls an der Aktionswoche beteiligen möchten und weder auf Infos und solidarisches Miteinander noch auf Verpflegung und (sofern von außerhalb) ein Nachtlager verzichten wollen. Denn genau dazu wollen wir euch herzlich einladen: Bringt eure Ideen und Fragen mit, schließt euch einer bereits bestehenden Arbeitsgruppe an oder gründet eine eigene – nutzt die vorhandenen Strukturen und lasst uns gemeinsam aktiv werden gegen Militarisierung und Rüstungsindustrie!
War starts here – Gegenwehr und kritische Öffentlichkeit auch!
Eure Panzerknacker*innen

Flyer zur 1. Kreativwerkstatt

Kassel documenta-Stadt // Rüstungsstadt

Im Sommer 2012 findet die documenta13 in Kassel statt. Die Stadt präsentiert sich bei diesem Anlass als weltoffene, internationale Kulturmetropole. Unter dem Motto „Zusammenbruch und Wiederaufbau“ sollen bei der documenta13 auch explizit Verknüpfungen zu Kassels Nachkriegsgeschichte und zu aktuellen Beispielen kriegerischer Zerstörung weltweit aufgezeigt werden.
In Kassel sind diese Themen auch ohne die documenta jederzeit präsent, ohne jedoch von der Öffentlichkeit wirklich wahrgenommen zu werden. Schon die Zerstörung der Stadt im Zweiten Weltkrieg hing eng mit den vor Ort angesiedelten Rüstungskonzernen zusammen.
Die anschließende „Erfolgsgeschichte“ des Wiederaufbaus brachte dabei nicht nur die viel diskutierte 50er-Jahre Architektur in die Innenstadt, sondern auch eine schnelle Erholung der Kasseler Rüstungsindustrie mit sich. Von Deutschland bis Chile, vom Kosovo bis nach Afghanistan sind heute Waffen aus Kasseler Produktion im Einsatz.
Um diesen ausgeblendeten Teil der Kasseler Alltagsrealität gerade im Bezug auf die documenta13 in die Öffentlichkeit zu tragen, möchten wir euch gerne zu einer Kreativwerkstatt einladen. Wir wollen uns gemeinsam Gedanken über kreative Aktionen und vielfältige Proteste machen. Dabei sollen Ideen gesammelt und Kontakte für deren konkrete Umsetzung geknüpft werden.