Schützenpanzer im Edelrestaurant

Im Atrium am Bahnhof Wilhelmshöhe wurde am Freitagmittag offenbar das Panzer-Joint-Venture PSM geoutet, das sich zu gleichen Teilen im Besitz von Krauss-Maffei Wegmann und Rheinmetall befindet. Zunächst verteilten vermeintliche Mitarbeiterinnen von PSM Panzerkekse als Dankeschön für die ruhige Nachbarschaft an die Gäste des Restaurants im Lichthof. Andere Aktivist*nnen machten mit bedruckten Schärpen auf den Sitz des Rüstungsproduzenten im Atrium aufmerksam. Außerdem wurden bunte Flyer im Gebäude verteilt. Weitere Flyer flogen später in den Lichthof.

PSM koordiniert den Bau und die Vermarktung des neuen Schützenpanzers „Puma“, der jetzt schon von der Bundeswehr in Afghanistan eingesetzt wird. Auf der PSM-Website werden die „weltweite Verlegbarkeit“, die „ausgezeichnete Feuerkraft“ und die „Hunter-Killer-Funktionalität“ des Panzers gerühmt. Dazu schreibt der Rüstungsexperte Lühr Henken: „Der Puma ist im urbanen Kampf das ideale Kampffahrzeug. […] Das Ziel ist es, den Puma für die Aufstandsbekämpfung einzusetzen“.
Den kompletten Text von Lühr Henken gibt es hier